Welches der beste Monitor zum Programmieren ist, auf diese Frage gibt es nicht nur die eine richtige Antwort.

Die meisten Programmierer bevorzugen am Arbeitsplatz mindestens zwei Bildschirme nebeneinander. Andere Entwickler hingegen arbeiten mit nur einem Coding-Monitor mit hoher Auflösung und großer Bildschirmdiagonale.

Wer mit einem Laptop programmiert, kommt oft auch mit nur einem externen Display zusätzlich aus.

Wie das ideale Bildschirm-Setup für Programmierer genau aussieht, dem soll es hier auf den Grund gehen.

Was ist wichtig?

Jeder Entwickler hat eigene Vorlieben und Anforderungen.

Mit einigen Punkten sollte man sich jedoch auf jeden Fall beschäftigen, wenn man plant den Coding-Arbeitsplatz neu aufzubauen:

  • IPS-Panel oder alternativ auch ein VA-Panel
  • Ergonomie (höhenverstellbar, drehbar, neigbar und Pivot-Funktion)
  • Bildschirmdiagonale ca. 22 – 27 Zoll
  • Auflösung oft Full HD, bei größeren Diagonalen ggf. QHD oder 4K
  • Slim-Bezel bei Multi-Monitor-Setup
  • Ultrawide-Monitor als Multi-Monitor-Alternative in Erwägung ziehen

Bewährte Monitor-Setups für Programmierer

2 x oder 3 x Full HD Monitor zum Programmieren

Wenn zwei Monitore oder drei Monitore zum Einsatz kommen, ist jeweils ein Full HD-Monitor mit mittlerer Bildschirmdiagonale (22 – 24 Zoll) ein gutes Coding-Setup.

Vorteil Full HD-Panel: Bei einem Dual-Monitor-Setup zum Programmieren ist die Auflösung ausreichend. Entsprechende Bildschirme gibt es zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und die Technologie ist ausgereift.

Bei überwiegender Nutzung zum Programmieren und für Office-Anwendungen empfiehlt sich ein IPS-Panel. Im Vergleich zu Panels vom Typ TN und VA sind die Farbwiedergabe und der Kontrast oft besser.

Auf schnelle Panel-Reaktionszeiten kommt es beim Coding ohnehin nicht an.

Was die Monitor-Empfehlungen zum Programmieren für ein Dual-Display bzw. Triple-Display außerdem gemeinsam haben: Es handelt sich um rahmenlose Monitore (Slim Bezel).

Vorteil hier: Die Bildschirmflächen lassen effektiv sehr nah aneinander bringen, was bei konzentriertem Arbeiten meist positiv wahrgenommen wird.

HP EliteDisplay E233
HP EliteDisplay E233
Letzte Aktualisierung: 28.03.2020 20:40 Uhr, Änderungen / Irrtümer möglich, ggf. zzgl. Versandkosten.
Ein 23 Zoll Full HD-Monitor mit IPS-Panel, guter Egenomie, Slim-Bezel und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Bezeichnung, Bilder und Preis zu HP EliteDisplay E233 via Amazon API, Affiliate-Links (Provisions-Links)

2 x QHD-Monitor zum Programmieren

Ein QHD-Monitor ist die nächsthöhere gängige Auflösung nach Full HD.

QHD-Panels sind ebenfalls schon länger verfügbar, was ausgereifte Technik und ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis verspricht.

Wird das Monitor-Setup zum Programmieren mit QHD-Monitoren aufgebaut, reichen zwei Monitore in aller Regel aus. Die empfohlene Bildschirmdiagonale liegt erneut im mittleren Bereich (24 – 27 Zoll).

Auch bei QHD gilt: Für Coding / Office empfiehlt sich ein IPS-Panel.

Ein rahmenloser Monitor bzw. ein solcher mit kleinem Rahmen ist gut geeignet, um ein Multi-Monitor-Setup aufzubauen.

Asus PB278QR
Asus PB278QR
Letzte Aktualisierung: 28.03.2020 20:40 Uhr, Änderungen / Irrtümer möglich, ggf. zzgl. Versandkosten.
QHD-Monitor mit 27 Zoll Bildschirmdiagonale und IPS-Panel von AU Optronics zum vernünftigen Preis.
Bezeichnung, Bilder und Preis zu Asus PB278QR via Amazon API, Affiliate-Links (Provisions-Links)

1 x Full HD Monitor + Notebook-Display

Für Softwareentwickler, die ohnehin mit einem Notebook arbeiten, ist es auch eine Option, das Notebook-Display als zweiten Bildschirm zu nutzen.

Das Notebook-Display selbst ist zum Coding nicht dauerhaft geeignet. Ob es zum Debugging groß genug ist, muss der Programmierer selbst entscheiden.

Grundsätzlich gilt: Ein Monitor-Setup mit zwei richtigen Bildschirmen wird sich in aller Regel positiver auf die Produktivität auswirken.

Während viele Notebooks externe Display mit bis zu 4K-Auflösung unterstützen (z.B. MacBook Pro, siehe hier), macht ein ganz großer Monitor für meinen Geschmack weniger Sinn.

Der Blickwechsel Notebook-Display / Monitor erfordert in dem Fall eine größere Umgewöhnung, was für nahtloses Arbeiten nicht unbedingt vorteilhaft ist.

Wer mit einem MacBook programmiert, darf sich übrigens auch den Ratgeber bzgl. Monitor für das MacBook genauer anschauen.

BenQ GW2765HT
BenQ GW2765HT
Letzte Aktualisierung: 28.03.2020 12:10 Uhr, Änderungen / Irrtümer möglich, ggf. zzgl. Versandkosten.
Der BenQ GW2765HT ist ein guter Monitor für Programmierer im Zusammenspiel mit einem Notebook oder MacBook.
Bezeichnung, Bilder und Preis zu BenQ GW2765HT via Amazon API, Affiliate-Links (Provisions-Links)

1 x Ultrawide-Monitor oder 4K-Monitor zum Programmieren

Die meisten Programmierer bevorzugen zwei Monitore. Die übliche Nutzung sieht dann wie folgt aus: Der eine Monitor wird zum Coding genutzt, der andere zum Debugging.

Nun gibt es auch Entwickler, die entweder nicht viel Platz auf dem Schreibtisch haben oder schlichtweg nicht mit mehreren Monitoren arbeiten möchten.

In dem Fall empfiehlt sich ein großer Ultrawide-Monitor oder ein 4K-Monitor zum Programmieren.

Solche Monitore sind so beschaffen, dass der Platz auf dem Bildschirm in zwei oder mehreren Spalten gleichzeitig genutzt werden kann.

Da in dem Fall dann nur ein Ultrawide-Monitor bzw. 4K Monitor zum Programmieren genutzt wird, ist rahmenloses Design nicht so wichtig.

Jedoch empfiehlt sich auch hier ein IPS-Panel.

Dell UltraSharp U3417W
Dell UltraSharp U3417W
Letzte Aktualisierung: 28.03.2020 21:10 Uhr, Änderungen / Irrtümer möglich, ggf. zzgl. Versandkosten.
Widescreen-Display (21:9) mit 34 Zoll mit Custom-QHD-Auflösung und IPS-Panel.
Bezeichnung, Bilder und Preis zu Dell UltraSharp U3417W via Amazon API, Affiliate-Links (Provisions-Links)

Kriterien für einen guten Coding-Monitor

Letztlich kommt es bei der Anschaffung von einem Monitor zum Programmieren (oder mehreren) natürlich auch immer auf das Budget an.

Jedoch gibt es einige Grundregeln für einen guten Coding-Monitor, die unabhängig vom Budget gelten.

Pivot-Funktion bzw. Drehbarkeit (vertikale Nutzung)

Manche Programmierer empfinden es angenehmer, Code auf einem vertikal ausgerichteten Monitor (Hochformat) zu schreiben.

In dem Fall fällt die Monitor-Fläche vom Seitenverhältnis her ähnlich der von DIN-A4-Papier aus. Das ist sinnvoll, um den Code optimal auf dem Monitor darzustellen.

Es kommt aber auch darauf an, in welchem Programm der Code geschrieben wird.

Einige IDEs (z.B. Eclipse) funktionieren wiederum besser auf einem horizontal ausgerichtetem Display.

IPS-Panel oder VA-Panel

Ein IPS-Panel wird meistens am angenehmsten für Coding und Office-Anwendungen empfunden.

Ebenfalls gut geeignet ist ein VA-Panel zum Programmieren.

Weniger gut schneidet ein TN-Panel ab.

Von der schnellen Reaktionszeit profitieren Entwickler im Desktop-Betrieb nicht und die Farbwiedergabe schneidet schlechter als bei IPS / VA ab.

Bildschirmdiagonale bzw. wie viel Zoll?

Die Bildschirmgröße sollte bei einem Coding-Monitor-Setup gemeinsam mit der Auflösung ausgewählt werden. Folgende Kombinationen sind oft sinnvoll:

  • Full HD: 22 – 24 Zoll
  • QHD: 24 – 27 Zoll
  • 4K (Ultra HD) / 5K: ab 27 Zoll

Mit Monitoren, die kleiner als 22 Zoll sind, dürften die meisten Programmierer nicht glücklich werden.

Richtig große Monitore machen jedoch nur Sinn, wenn am Arbeitsplatz auch genug Platz vorhanden ist.

Monitor-Auflösung

Die Auflösung sollte in Abhängigkeit der Monitorgröße gewählt werden.

Full HD ist ausreichend bis 24 Zoll. QHD kann ab 24 Zoll Sinn machen. Soll der Monitor hingegen 27 Zoll und größeren sein macht sich 4K (bzw. Ultra HD) positiv bemerkbar.

Weniger als Full HD ist bei einem Monitor zum Programmieren nicht zu empfehlen.

Aktuelle Rekordauflösungen wie beim 8K-Monitor oder 5K-Monitor machen in der Programmierer-Praxis derzeit keine große Rolle.

Setup Coding-Monitore auf Schreibtisch

Bild: Pixabay (CCO) / Free-Photos

Gutes Monitor-Setup sorgt für Produktivität

Letztlich gilt: Wer mit Programmierung sein Geld verdient, der ist gut daran beraten, in ein sinnvolles Coding-Setup zu investieren.

Für selbständige Softwareentwickler bzw. Developer ist ein gutes Coding-Monitor Setup eine sinnvolle Investition und für angestellte Programmierer sollte sich der Chef mit guten Argumenten überzeugen lassen.

Autor

Ich bin Patrick und hier blogge ich zu verschiedenen Themen rund um Technik, Gadgets und mehr. Früher hatte ich gleich mehrere Blogs zu diesem Thema. Mittlerweile konzentriere ich mich hier auf Tech Junkies.

Kommentar schreiben

Ich stimme zu, dass meine Angaben und Daten zur Veröffentlichung des Kommentars gemäß Datenschutzerklärung elektronisch erhoben und gespeichert werden.