Mit dem ersten 8K-Monitor dreht sich die Spirale der höchsten Auflösung weiter.

Bisher lag die maximale Auflösung noch beim 5K-Monitor (5.120 × 2.880 Pixel, 14,7 Millionen Bildpunkte). Jetzt setzt der erste Monitor mit 8K-Auflösung nochmal deutlich eins oben drauf (7.680 x 4.320 Pixel, 33,2 Millionen Bildpunkte).

Mit dem Dell UltraSharp UP3218K gibt es derzeit genau einen 8K-Monitor.

Einen Einstieg in die 8K-Auflösung gebe ich hier – inklusive der Frage, für wen sich die ultrahohe Auflösung schon heute lohnen könnte.

Liste der 8K-Monitore

Derzeitige und künftige 8K-Bildschirme

Derzeit gibt es nur einen 8K-Monitor, der auch lieferbar ist. Das ist der Dell UltraSharp UP3218K.

Jedoch gibt es Ankündigungen anderer Hersteller, demnächst ebenfalls auf die 8K-Auflösung aufzurüsten.

Kürzlich hat Sharp beispielsweise einen Monitor-Prototypen gezeigt, der über eine Auflösung von 7.680 x 4.320 Pixeln verfügt.

Von Monitoren mit 8K-Auflösung, die kurz vor dem Markstart stehen, habe ich in letzter Zeit jedoch nichts gehört.

Ob und welche neue Monitor-Modelle erscheinen, hängt zuletzt dann auch davon ab, ob sich die 8K-Auflösung durchsetzen kann.

Bislang ist Content in 8K nämlich (noch) Mangelware.

Dell UltraSharp UP3218K

Der Dell UltraSharp UP3218K ist mit einem stolzen Preis in den Handel angelangt und spricht vor allem „early adopters“ an.

Jedoch fallen Monitor-Preise erfahrungsgemäß über die Zeit.

Üblicherweise sind frühe Monitor-Modelle auch noch nicht perfekt.

Ein Testbericht inkl. Vorteilen (gute Bildwerte) wie auch Nachteilen (spiegelndes Display) gibt es bei Heise Online.

Dell UltraSharp UP3218K (8K-Auflösung)
Dell UltraSharp UP3218K (8K-Auflösung)
Letzte Aktualisierung: 12.10.2019 16:50 Uhr, Änderungen / Irrtümer möglich, ggf. zzgl. Versandkosten.
Mit dem Dell UltraSharp UP3218K ist der weltweit erste 8K-Monitor nun lieferbar.
Bezeichnung, Bilder und Preis zu Dell UltraSharp UP3218K (8K-Auflösung) via Amazon API, Affiliate-Links (Provisions-Links)

Wissenswertes rund um den 8K-Monitor

8K-Auflösung mit mehr als doppelt so vielen Pixeln wie 5K

Bislang war der 5K-Monitor das Non-Plus-Ultra bei der gebotenen Auflösung.

Zum Vergleich: Ein 4K-Monitor verfügt über 3.840 x 2.160 Bildpunkte. Bei 5K sind es hingegen bereits 5.120 x 2.880 Pixel.

Der 8K-Monitor bietet sodann gar 7.680 x 4.320 Pixel. Aufgrund der vertikalen Auflösung wird die 8K-Auflösung auch 4320p genannt.

In Sachen Auflösung ist der Dell UltraSharp UP3218K als einziger verfügbarer 8K-Monitor also das Maximum an Bildpunkten, was derzeit möglich ist.

Im Vergleich zu 4K bedeutet das + 300% Pixel (vierfache Menge) und verglichen mit 5K sind es + 125% Pixel (2,25-fache Menge).

Die 5K-Auflösung (7.680 x 4.320 Pixel) entspricht dem Standard-Bildschirmverhältnis 16:9.

8K-Monitor nur mit Dual-DisplayPort sinnvoll

Bereits beim 5K-Monitor besteht ein Bandbreiten-Problem (also beim 8K-Monitor erst recht), um das Video-Signal bereitzustellen.

Hintergrund war bislang: Der gängige Standard DisplayPort 1.2 schafft maximal 4K @ 60 Hz.

Der neue Dell UltraSharp UP3218K verfügt zwar bereits über DisplayPort 1.4.

Jedoch: DisplayPort 1.3 und DisplayPort 1.4 schaffen nun zwar 5K @ 60 Hz. Aber eben nicht 8K @ 60 Hz, wie bei 8K Monitoren erforderlich.

Möglich ist 8K @ 30 Hz mit einem Kabel, was jedoch wenig praxistauglich ist.

8K @ 60 Hz geht zwar auch mit einem Kabel, jedoch müsste die verwendete Grafikkarte DSC (Display Stream Compression) unterstützen und das ist verlustbehaftet.

DSC ist Teil des DisplayPort 1.4-Standards.

Beim Dell UltraSharp UP3218K  behilft man sich genauso, wie dies bereits bei einigen 5K-Monitoren üblich war: Das Bild-Signal wird über zwei DisplayPort-Kabel angelegt (Dual-DisplayPort).

Bereits 5K-Monitore verwendeten Dual-DisplayPort, denn damals waren DisplayPort 1.3 / DisplayPort 1.4 noch nicht verfügbar, sodass ein ähnliches Bandbreiten-Problem bestand.

Notwendig ist also eine High-End-Grafikkarte, die über 2 x DisplayPort 1.4 verfügt (z.B. AMD Vega / Nvidia Pascal).

Erst der DisplayPort 1.5-Standard soll „echtes“ 8K @ 60 Hz liefern können.

Übrigens soll der kommende Standard HDMI 2.1 Unterstützung für 8K @ 60 Hz und sogar 8K @ 120 Hz bereitstellen, ist jedoch ebenfalls noch nicht verfügbar.

Softwareseitig kann Windows 10 bereits mit 8K-Auflösung umgehen.

Wer mit einem Mac unterwegs ist (so wie ich) schaut derzeit bei der 8K-Auflösung noch gänzlich in die Röhre.

Lohnt sich ein 8K-Monitor?

Kommentar von Patrick Woessner

Ich für meinen Teil wüsste derzeit noch nicht, wie ich einen 8K-Monitor sinnvoll verwenden könnte – zumal mein MacBook Pro ohnehin nicht kompatibel ist.

Der erste 8K-Monitor dürfte eher Professionals (CAD-Zeichner, Grafikdesigner, Fotografen, Video-Editoren) ansprechen, die mit hohen Auflösungen arbeiten wollen.

Gerade wenn man für das Arbeiten einen großen Desktop braucht, auf dem sich mehrere Fenster in hochauflösend parallel darstellen lassen, spielt ein großer Monitor mit hoher Auflösung seine Stärken aus.

Für Gaming und Heimgebrauch ist 8K einstweilen kein Thema.

Grafikkarten sind nicht leistungsstark genug, um 8K @ 60 Hz ausgeben zu können bzw. Games unterstützen diese Auflösung erst gar nicht.

Viele Gamer bevorzugen außerdem höhere Bildwiederholfrequenzen als 60 Hz.

Für den Heimgebrauch fehlt es ebenfalls an 8K-Content (z.B. Videos).

Außerdem gibt es einstweilen nicht nicht gerade eine große Auswahl an 8K-Monitoren – genau ein Modell ist mit dem Dell UltraSharp UP3218K verfügbar.

Ich würde deshalb in den meisten Anwendungsfällen einen 4K-Monitor oder 5K-Monitor bevorzugen.

Wenn überhaupt – denn auch diese beiden Auflösungen sind hoch.

Gerade bei kleineren Bildschirmdiagonalen tut es oftmals auch QHD oder sogar das „altmodische“ Full HD.

Patrick Woessner
Autor

Ich bin Patrick und hier blogge ich zu verschiedenen Themen rund um Technik, Gadgets und mehr. Früher hatte ich gleich mehrere Blogs zu diesem Thema. Mittlerweile konzentriere ich mich hier auf Tech Junkies.

2 Kommentare

  1. „‚Grafikkarten sind nicht leistungsstark genug, um 8K @ 60 Hz ausgeben zu können“. Wirklich? Schon eine baseline Quadro RTX 4000 würde 3xDP1.4 + 1x Thunderbolt, also ausreichend für 2x 60Hz mit dual DP 1.4 an 8K Monitor machen. Also 1x 1Slot Karte für 2 8K Monitore mit 60Hz! Vielleicht ist man als Gamer, und der Massenmarkt treibt ja die Preise, an keine 8K Monitore gewöhnt. Aber bei Wissenschaft und Technologie, nicht nur CAD und Grafik, wúrde ich oft jedes Pixel fúr die Darstellung von Simulationen zu allen möglichen Sachverhalten mitnehmen: Mechanik, Genomik, Medizin, und wenn 1 Monitor 4K Stereo bieten kann … Das Sehvermögen von Menschen ist sehr unterschiedlich. Lange gab es daher auch nur 100dpi für Displays, und dass es keine 8K Treiber für Macs gibt, ist eigentlich eun Armutszeugnis für Sculley 2.0. Das wäre wohl unter Steve nicht passiert. Der popularisierte immerhin mit NeXT bereits Megapixel Displays als Windows noch unter 3.1 kämpfte.

    • Patrick Woessner

      Hallo „datarimlens“,

      ich haben den Kommentar jetzt zweimal gelesen, kann aber nicht erkennen, wo wir uns grundlegend widersprechen würden.

      Das kurze Zitat ist aus dem Kontext gerissen. Mit dem Satz davor lautete das nämlich:

      Für Gaming und Heimgebrauch ist 8K einstweilen kein Thema. Grafikkarten sind nicht leistungsstark genug, um 8K @ 60 Hz ausgeben zu können.

      Dass für Profi-Anwender durchaus Anwendungsfälle für 8K existieren, stelle ich jar gar nicht in Frage. Stichwort Nvidia Quadro RTX 4000 – das ist ja eben eine Workstation-Grafikkarte und professionelle Anwender haben andere Anforderung als Heimanwender.

      Für den Heimgebrauch hingegen: Computer-Gaming in 8K, Video-Streaming z.B. auf Netflix in 8K… (bislang) nur Zukunftsmusik.

      Viele Grüße,
      Patrick Woessner

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