Die MacBook-Versionen ab 2016 verfügen grundsätzlich über Thunderbolt 3- bzw. USB-C-Anschlüsse und werden auch darüber geladen.

Das betrifft das MacBook, das MacBook Pro und das MacBook Air.

Die Flut ist riesig – eine Powerbank ist derzeit ein richtig angesagtes Gadget.

Doch was ist zu beachten, wenn man das MacBook mit einer Powerbank laden möchte?

Wofür eine Powerbank im Gepäck?

Das MacBook hat zwar eine gute Akkulaufzeit. Irgendwann geht dem Laptop jedoch dennoch die Puste aus.

Zwar gibt es heutzutage fast überall Steckdosen (mittlerweile tatsächlich auch in Zügen, Bussen oder Flugzeugen).

Wenn der Akku bald schlapp macht und doch einmal keine geeignete Stromquelle zur Verfügung steht, kann man bei dem MacBook (und vielen anderen Laptops mit USB-C-Ladefunktion) auf eine Powerbank als Zusatzakku zurückgreifen.

Denn das MacBook und andere Laptops unterstützen USB-C PD, wobei PD für „Power Delivery“ steht.

Man kann dann nicht nur Zubehör and die USB-C-Schnittstelle anstöpseln, sondern auch den Akku des Laptops laden.

Was bei der Auswahl einer Powerbank beachten?

Vier Dinge sind wichtig, damit das MacBook-Laden per Powerbank funktioniert und unkompliziert ist:

  • Die Powerbank sollte gleich einen USB-C-Anschluss haben.
  • USB-C PD wird unterstützt.
  • Möglichst viel Kapazität – z.B. 20.000 mAh.
  • Hohe Ladeleistung – 45 W.

Ich habe z.B. einen MacBook 13″ mit Touchbar (Mid 2017).

Zwar veröffentlicht Apple keine Spezifikationen zum verbauten Akku. Wenn man den Austauschakku bei iFixit zu Grunde legt, dürfte mein MacBook jedoch mit einem 49,2 Wh bzw. 4.310 mAh Akku ausgestattet sein.

Entsprechend habe ich auch die Powerbank dimensioniert.

Eine kleine Powerbank mit 5.000 mAh würde zwar theoretisch für eine Akku-Ladung stehen.

Ohne jedwede Effizienzverluste kann man jedoch nicht von Akku A auf Akku B aufladen.

Außerdem kann an ein Akku ohnehin nicht ganz entladen werden. Noch davor schaltet der Controller-Chip des Akkus ab.

Genau genommen kommt sogar einiges an Verlusten zusammen.

Üblicherweise wird empfohlen (gerade bei USB-C PD), mit einem Abschlag von ca. 50% auf den Powerbank-Nennwert zu arbeiten.

So würde in etwa folgendes gelten (jeweils für mein MacBook Pro 13″ mit Touchbar):

  • 10.000 mAh-Powerbank steht für max. eine Akku-Ladung.
  • 20.000 mAh-Powerbank schafft max. zwei Akku-Ladungen.

Beim MacBook Pro 15″ mit Touchbar ist es übrigens schon ein Akku mit
76 Wh bzw. 6670 mAh. Hier muss erst recht eine Powerbank mit hoher Kapazität her.

Wichtig ist dann noch die Watt-Zahl, die die Powerbank über USB-C PD bereitstellen kann.

Fällt die Ladeleistung gering aus, hat man eventuell den Effekt, dass sich der Akku des Laptop während der Benutzung bei angeschlossener Powerbank gar nicht auflädt.

Im schlimmsten Fall fällt die Leistung der Powerbank sogar noch geringer aus als die momentane Leistungsaufnahme des MacBook. Dann verlangsamt sich die Entladung allenfalls.

Deshalb habe ich mich für eine Powerbank entschieden, die 45 Watt Lade-Leistung liefern kann. Das ist aktuell das Maximum, was auf dem Markt verfügbar ist.

Zum Vergleich: Das originale USB-C-Netzteil von Apple lädt mit max. 61 Watt (13″-MacBook Pro) bzw. sogar 87 Watt (15″-MacBook Pro).

Welche Powerbank für ein MacBook?

Wenn man meine Auswahlkriterien zu Grunde legt (USB-C mit PD, min. 20.000 mAh Kapazität und 45 Watt Lade-Leistung via USB-C), wird die Liste überschaubar.

Bei der Recherche konnte ich nur fünf Powerbank-Zusatzakkus finden, die alle drei Kriterien erfüllen:

  • Xiaomi Power Bank 3 PRO (20.000 mAh, USB-C PD, max. 45 W Leistung)
  • ZMI Power Pack 20000 (20.000 mAh, USB-C PD, max. 45 W Leistung)
  • RAVPower 20100 mAh [RP-PB159] (20.100 mAh, USB-C PD, max 45 W Leistung)
  • XtremeMac Powerbank (20100 mAh, USB-C PD, max. 45 W Leistung)
  • XLayer Powerbank PLUS (20100 mAh, USB-C PD, max. 45 W Leistung)

Es mag noch einige mehr Alternativen geben. Das sind jedoch meine Funde, die auch bei heimischen Händlern verfügbar sind.

Preislich liegen die fünf Powerbank-Modelle in einer ähnlichen Region.

Ich habe ein bisschen hin und her überlegt und mich schließlich für die XtremeMac Powerbank entschieden.

Das ist ein relativ unbekanntes Modell. Ich konnte weder einen Testbericht noch ein Review zu dieser Powerbank finden noch Kundenrezensionen in Online-Shops.

Deshalb hole ich das an dieser Stelle nach 🙂

Zumindest äußerlich scheint die XtremeMac Powerbank übrigens identisch zur XLayer Powerbank PLUS zu sein, die etwas bekannter ist.

Unboxing meines „Powerbank-Knüppels“

Meine XtremeMac Powerbank kommt in einer einfachen Pappschachtel daher.

Enthalten sind nur die Powerbank selbst, ein USB-C-Kabel und eine kurze Anleitung.

Was vielleicht noch nett gewesen wäre: Eine Stofftasche o.ä., in der man die Powerbank und das kurze USB-C-Kabel transportieren kann.

Aber soweit so gut.

Ansonsten fällt auf, dass die Powerbank nicht nur zum Aufladen, sondern auch als Knüppel für die Selbstverteidigung geeignet wäre 🙂

Die Powerbank ist über 18 cm lang und wiegt knapp 500 g.

Das ist in dieser Klasse (USB-C mit PD, min. 20.000 mAh Kapazität und 45 Watt Lade-Leistung via USB-C) jedoch normal.

Wenn man bedenkt, dass das MacBook Pro 13″ ca. 1,4 kg und das MacBook Pro 15″ ca. 1,8 kg wiegen, geht das Zusatzgewicht für den Zusatzakku in Ordnung.

Die Verarbeitung ist ordentlich (Alu-Gehäuse).

Neben dem USB-C-Port, der für das Laden der Powerbank und auch für das Laden des MacBook genutzt werden kann (IN-OUT-kombiniert), gibt es auch zwei USB-A-Ports.

Klassische USB-Geräte (z.B. Smartphone, Bluetooth-Kopfhörer etc.) können also ebenfalls zum Laden angeschlossen werden.

Eine Anzeige mit vier LED-Balken zeigt den aktuellen Ladestand der Powerbank.

Beim Laden der Powerbank blinken die LED-Balken, solange der Ladevorgang noch nicht abgeschlossen ist. Sind die vier LED-Balken dauerhaft beleuchtet, ist der Zusatzakku vollständig geladen.

MacBook laden mit Powerbank – meine Erfahrungen

Mit einem Testlabor kann ich nicht dienen, jedoch habe ich mein MacBook (wie gesagt ein MacBook Pro 13″ mit Touchbar) auf 50% Akku entladen und auf die Uhr geschaut.

Um 14 Uhr ging mein kleiner „Test“ los.

Als erstes habe ich direkt nach dem Anschließen der Powerbank den MacBook in den Standby-Modus geschickt (zugeklappt), da ich wissen wollte, wieviel Prozent die Powerbank in 30 Minuten aufladen kann.

Das ist das Ergebnis:

30 Minuten Laden im Standby mit Powerbank

Nicht schlecht, Herr Specht 🙂

Dass das MacBook im Standby-Modus aufgeladen wird, war zu erwarten. Hier wird schließlich kaum Leistung aufgenommen.

Knapp 30% finde ich jedoch ein gutes Ergebnis.

Also habe ich das MacBook wieder in Betrieb genommen und die nächsten 30 Minuten gearbeitet (E-Mail und Browsing, kein „heavy work“) und über die Powerbank weiter geladen.

Das ist das nächste Ergebnis:

30 Minuten Laden bei Nutzung mit Powerbank

Dass der Akku nicht so schnell lädt wie im Standby-Modus, war zu erwarten.

Nicht anders ist es, wenn das MacBook am Netzteil hängt.

Weitere 20% Akku-Ladung in 30 Minuten finde ich aber auch hier gut.

Nach 60 Minuten Laden insgesamt zeigt meine Powerbank noch drei von vier Balken an der Ladestandsanzeige an.

Erst gegen 19 Uhr (also nach immerhin fünf Stunden insgesamt), geht der Powerbank endgültig der Saft aus. Freilich habe ich zu dem Zeitpunkt immer noch ein vollständig aufgeladenes MacBook.

Im letzten Schritt habe ich die Powerbank wieder komplett geladen (mit dem originalen MacBook-USB-C-Netzteil, dauert knapp vier Stunden).

Nun will ich noch probieren, wie schnell sich das MacBook ausgeschaltet („power off“) aufladen lässt, wenn der Akku faktisch leer ist.

Dazu habe ich gewartet, bis der MacBook-Akku auf 3% herunter war.

MacBook-Akku - entladen

Mein MacBook Pro 13″ mit Touchbar hat wie gesagt einen 49,2 Wh-Akku. Bei 45 Watt Lade-Leistung meiner XtremeMac Powerbank sollte der Akku nach Adam Riese nach ca. 65 Minuten vollständig geladen sein.

Das wieder in einer „perfekten Welt“ – also ohne Berücksichtigung jeglicher Verluste bei der Ladeeffizienz. Deshalb lasse ich dem MacBook lieber 100 Minuten Zeit.

MacBook-Akku - geladen

Meine Schätzung scheint ganz gut gewesen zu sein.

Nach 100 Minuten Ladedauer mit der Powerbank zeigt mein MacBook 99% Akku-Ladung an.

Die Powerbank hat noch zwei von vier Balken bei der Ladeanzeige. Vermutlich schafft die Powerbank ca. 1,5 bis 2 Akku-Ladungen.

Ca. 50% Abschlag auf die Nennkapazität der Powerbank scheint also auch angemessen zu sein.

Kommentar von Patrick Woessner

Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Eine vollständige Akku-Ladung des MacBook via Powerbank ist möglich.

Fazit – Laden mit Powerbank via USB-C PD klappt

MacBook mit Powerbank laden – kein Problem 🙂

Das ist das Fazit in aller Kürze.

Darauf achten solltest Du, eine Powerbank mit den genannten Eckdaten zu nehmen (USB-C mit PD, min. 20.000 mAh Kapazität und 45 Watt Lade-Leistung via USB-C).

Andernfalls klappt das Aufladen des MacBook nicht schnell genug oder es reicht nicht für eine vollständige Aufladung.

Zu welcher Powerbank man greift, ist sicherlich ein wenig Geschmacksfrage.

Als Apple-Nutzer ist man nunmal oft nicht nur technisch gesteuert, sondern achtet auch ein wenig auf das Design 🙂

Deshalb habe ich die XtremeMac Powerbank genommen, die es in spacegrau oder silber gibt.

Die XLayer Powerbank PLUS ist scheinbar baugleich und dürfte eine direkte Alternative sein.

Ohne Design-Überlegungen hätte ich wohl entweder zur Xiaomi Power Bank 3 PRO oder zur ZMI Power Pack 20000 gegriffen.

Im Internet ließt man viel Gutes zu Xiaomi-Powerbanks (in ZMI-Powerbanks scheint ebenfalls Xiaomi-Technik zu stecken).

Die nächsten Woche nutze ich meine Powerbank weiter, um zu sehen, ob der Akku auch langlebig ist. Dann melde ich mich hier noch einmal mit einer Ergänzung.

Autor

Ich bin Patrick und hier blogge ich zu verschiedenen Themen rund um Technik, Gadgets und mehr. Früher hatte ich gleich mehrere Blogs zu diesem Thema. Mittlerweile konzentriere ich mich hier auf Tech Junkies.

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